Der Schlüssel zum schmerzfreien Wandern: Dein Gehen
Klingt erstmal total banal, weil «Gehen können wir ja alle».
Ja, das stimmt. Du kommst auf deinen zwei Beinen von A nach B.
Und nein, es stimmt überhaupt nicht. Bei einer genaueren Analyse deiner Gangbewegungsmuster findet sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der ein oder andere Aspekt, der aus anatomischer Sicht nicht gut läuft. Wenn du Glück hast, bemerkst du davon lange nichts.
Ungünstige Gangmuster als Schmerzursache
Häufig ist die eigentliche Ursache von Schmerzen beim Gehen und Wandern deine anatomisch ungünstige Gangbewegung.
Das kann z.B. dein Knie sein, das bei jedem Schritt nach innen dreht, dein Becken, das übermäßig absinkt oder kippt, ein viel zu steifer Brustkorb, deine Füße, die viel zu weit im auswärts rotiert aufsetzen und einknicken, eine Rücklage, zu große Schritte, eine fehlende Gangphase usw. usf. Es gibt unzählige Varianten an dysfunktionalen Gangmustern.
Fehlende Koordination, eingeschränkte Beweglichkeit und zu schwache Muskulatur
Bei dysfunktionalen Gangmustern spielen meist 3 Aspekte zusammen:
- es fehlt ein Bewegungsprogramm für ein anatomisch sinnvolles Gangmuster
- manche Strukturen sind zu unbeweglich, um ein anatomisch sinnvollen Gangmuster zu erlauben
- bestimmte Muskulatur ist zu schwach um ein anatomisch sinnvolles Gangmuster zu organisieren
Die Lösung ist eine kombiniertes, ineinander verzahntes Training für alle 3 Aspekte.
Neu Gehen lernen
«Ich fühle mich gerade, als würde ich völlig neu Gehen lernen» höre ich dann häufig von meinen Klient:innen, wenn ich mit ihnen an diesen Aspekten arbeite.
Und ja das ist so. Es ist das Erlernen eines neuen Gehens. Das ist Arbeit, ja. Aber es lohnt sich. Weil die Schmerzen meist abnehmen und häufig verschwinden. Und weil Gehen sich dann geschmeidig schwingend anfühlt, leicht, richtig und frei. Und dann oft auch schmerzfreies Wandern wieder möglich wird – und noch viel mehr Freude macht als vorher.
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